Startseite - Gynäkologie - Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett
Was ist eine Fruchtwasserembolie? Drucken E-Mail
Gynäkologie - Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

Fruchtwasser gelangt in den Blutkreislauf der Mutter und verstopft ein Blutgefäß in d
er Lunge

Bei einer Embolie wird ein Blutgefäß durch einen Embolus (Material, das sich nicht im Blut löst) verstopft. Bei der Fruchtwasserembolie (medizinisch Amnioninfusionssyndrom) gelangt Fruchtwasser in die mütterliche Blutbahn. Fruchtwasser löst sich nicht im Blut auf, es bildet eine kleine "Blase" oder fachsprachlich Embolus. Der Embolus enthält feste Bestandteile wie z. B. Flocken der Käseschmiere, feine Härchen, evtl. Kindspech (Mekonium) oder Zellabschilferungen des Kindes. Der Embolus gelangt mit dem Blutstrom in die Lunge und verstopft dort die kleinen arteriellen Blutgefäße. Die Folge ist ein Schockzustand und ein schnelles Versagen der Lungenfunktion und des Herzens. Im weiteren Verlauf entwickelt sich bei etwa der Hälfte der Frauen eine schwere Gerinnungsstörung in deren Folge es zu massiven Blutungen kommen kann.

Hohe Sterblichkeit von Mutter und Kind

Eine Fruchtwasserembolie ist ein seltenes Ereignis, das während oder kurz nach der Geburt vorkommen kann. Es gehört zu den sehr gefährlichen Geburtskomplikationen. Zwar kommt es nur bei 80 000 Geburten zur einem Fall von Fruchtwasserembolie, aber die mütterliche Sterblichkeit liegt bei 60 bis 80 Prozent. Auch die Sterblichkeit des Kindes ist mit 60 Prozent sehr hoch.


Betroffen von einer Fruchtwasserembolie sind vorwiegend Frauen, die schon mehrfach geboren haben.

Fruchtwasserembolie: Das Fruchtwasser und seine FunktionWas ist eine FruchtwasserembolieWas geschieht bei einer FruchtwasserembolieUrsachen Symptome Diagnostik Therapie und PrognoseWeitere Informationen

Zur Übersicht
Erkrankungen während Schwangerschaft,
Geburt und Wochenbett