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Medikamente gegen Bluthochdruck: Alphablocker |
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Kardiologie -
Hypertonie / Bluthochdruck
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Alphablocker oder auch Alpharezeptorenblocker genannt, sind Medikamente, die die Wirkung von Alpha-Rezeptoren blockieren. Zu den Substanzen gehören u. a.: Alfuzosin, Doxazosin, Mutterkornalkaloide (Ergotamin, Dihydroergotamin), Phentolamin, Tamsulosin, Terazosin, Tolazolin, Urapidil
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Rezeptoren sind "Andockstellen" für Hormone und andere "Botenstoffe" an den Zellen. Sie funktionieren nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip: Jeder Rezeptor ist ein Schloss, dass nur mit einem bestimmten Schlüssel (Hormon) aufgeschlossen werden kann. Bei den Alpharezeptoren sind das die "Stresshormone" Andrenalin und Noradrenalin. Eine genaue Darstellung dieses Prinzips finden Sie hier.
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Alphablocker weiten die Arterien und Venen
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Alpharezeptoren sind an vielen Stellen im Körper zu finden. Neben den Blutgefäßen z. B. in den meisten inneren Organen, der Skelettmuskulatur, im Auge, in der glatten Muskulatur der Prostata und in der Muskulatur des Magen-Darm-Traktes. Werden Alpharezeptoren an den Blutgefäßen aktiviert, so kommt es zu einer Verengung der Blutgefäße und der Blutdruck steigt. Alphablocker belegen die Alpharezeptoren, so dass blutdruckerhöhende Stoffe nicht an den Rezeptoren andocken können. So bewirken Alphablocker dann eine Weitstellung der Blutgefäße - sowohl der Arterien, als auch der Venen - was zu einer deutlichen Senkung des Blutdrucks führt.
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Anwendungsgebiete
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Angewandt werden Alphablocker bei Bluthochdruck, gutartiger Prostatavergrößerung und bei Blutdruckkrisen durch Phäochromozytom. Je nach Substanz können weitere Anwendungsmöglichkeiten hinzukommen. Bei Bluthochdruck gehören Alphablocker nicht zu den Medikamenten der ersten Wahl. Sie werden nur nach genauer Abwägung der Vor- und Nachteile und im Einzelfall eingesetzt.
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Nebenwirkungen
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Bei der Einnahme von Alphablockern kann es zu Magen-Darm-Beschwerden, Hautausschlägen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel und Flüssigkeitsansammlung in den Beinen (Ödeme) kommen. Beim Aufstehen aus einer liegenden oder sitzenden Position in den Stand kann das Blut in den Beinen "Versacken". Dadurch kann es zu Schwindel und sogar zur Bewusstlosigkeit und kurzzeitigen Herzrhythmusstörungen kommen.
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Kontraindikationen
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Nicht angewandt werden dürfen Alphablocker bei zu niedrigem Blutdruck (Hypotonie) und je nach Wirkstoff auch nicht bei Leber- oder Nierenschwäche.
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