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Pilzinfektion des Gehörgangs Drucken E-Mail
Ohren - Erkrankungen des äußeren Ohres

Risikofaktoren für eine Pilzinfektion

Eine gewisse Besiedlung des Gehörgangs mit Pilzen ist völlig normal. Dies hat keinerlei Krankheitswert. Allerdings können sich diese Pilze unter bestimmten Bedingungen vermehren und zu einer Pilzinfektion des Gehörgangs einer Gehörgangsmykose führen. Eine Pilzinfektion des Gehörgangs, auch Gehörgangsykose genannt, entwickelt sich besonders unter folgenden Bedingungen:

  • feuchtes und warmes Milieu, beispielsweise in den Sommermonaten und/oder bei häufigem Schwimmen
  • Verwendung von Ohrentropfen, die Antibiotika oder Kortison enthalten, da sich auf diese Weise die Zusammensetzung der Mikroorganismen im Gehörgang ändert
  • Hautentzündung des Gehörgangs und der Ohrmuschel

Beschwerden

Eine Pilzinfektion des Gehörgangs macht sich durch einen unter Umständen ausgeprägten Juckreiz bemerkbar. Zudem kann ein Völlegefühl des Ohres bestehen. Gelegentlich kann Flüssigkeit aus dem Ohr herauslaufen. Bei einer Ausdehnung der Infektion bis auf das Trommelfell ist ein Trommelfellriss mit nachfolgender Ausdehnung der Entzündung bis in das Mittelohr möglich. Ausgedehnte Pilzinfektionen mit Gewebezerstörung sind nur sehr selten zu beobachten, beispielsweise bei Patienten mit einem beeinträchtigten Immunsystem.

Diagnostik

Bei der Untersuchung des Ohres ist die Pilzinfektion gut zu erkennen. Sie tritt als weißer, gelber oder schwarzer Rasen auf einem geröteten Untergrund in Erscheinung.

Therapie

Die Therapie besteht zunächst in der sehr gründlichen Reinigung und Trocknung des Gehörgangs, um den Pilzen die für ihr Wachstum notwendige Feuchtigkeit zu entziehen. Anschließen werden Ohrentropfen verabreicht, welche Medikamente enthalten, die das Wachstum der Pilze hemmen. Damit diese Medikamente auch in die tiefer gelegenen Hautschichten eindringen können, ist gelegentlich ein medikamentöses Aufweichen der oberflächlichen Hautschichten erforderlich. Nur bei ausgedehnten Infekten bei Patienten mit Immundefekt ist die Einnahme von Tabletten oder die Verabreichung von Infusionen mit pilzabtötenden Medikamenten erforderlich.

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